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Home»Digital»Zu Besuch bei Ingeborg Bachmann im digitalen Raum: Projekt „Bachmann (re)visited“ bereitet ihren Nachlass digital auf
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Zu Besuch bei Ingeborg Bachmann im digitalen Raum: Projekt „Bachmann (re)visited“ bereitet ihren Nachlass digital auf

Schweizer FachmedienBy Schweizer Fachmedien16. Juni 20264 Mins Read
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Ziel des Projekts „Bachmann (re)visited“ ist es, den Nachlass von Ingeborg Bachmann mittels Digitalisierung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und zu bewahren. In dem Culture.Tech-Projekt arbeiten Technologie, Wissenschaft, Kunst und Kultur synergetisch zusammen und schaffen nachhaltig wirksame Zugänge. Gefördert wird das Projekt durch die Kärnten Privatstiftung und die 100 Jahre Kelag Gemeinnützige Privatstiftung. 

Mit „Bachmann (re)visited“ möchten die Initiator:innen mittels digitaler Zugänge zum Nachlass von Ingeborg Bachmann exklusive Einblicke in ihr Leben und Werk geben. Dabei werden der literarische Nachlass (Österreichische Nationalbibliothek), der Nachlass aus dem Lebensumfeld (Landesmuseum für Kärnten), die private Bibliothek (Universitätsbibliothek Klagenfurt) und nicht zuletzt das ehemalige Elternhaus und die aktuelle Ausstellung im Bachmann-Haus in innovativer Weise verbunden. Intendiertes Ergebnis ist einerseits ein Digitaler Zwilling des Bachmann-Hauses und seiner Ausstellung, andererseits eine Vermittlungs- und Bildungsplattform, die das kulturelle Erbe der Vergangenheit mit jenem der Zukunft verbindet.

Von überall aus soll man also zu Besuch bei Ingeborg Bachmann sein können: Mittels VR-Brillen, Smartphone, Tablet und PC wird man ihr Elternhaus virtuell begehen, in Interaktion mit ausgewählten Objekten treten und Inhalte nutzen können. Mittels Gamification und digitalem Storytelling sollen die Ausstellungsinhalte spielerisch erschlossen werden können. Außerdem soll eine nachhaltig nutzbare Plattform zum Nachlass der Autorin, ihrem literarischen Werk sowie zu ihrer laufenden Kontextualisierung mit aktuellen Themen und Entwicklungen entstehen.

Das Projekt wird unter Federführung des Rektorats der Universität auf Basis einer engen Zusammenarbeit der Fakultät für Kultur- und Bildungswisssenschaften und der Fakultät für Technische Wissenschaften unter Einbindung weiterer Projektpartner durchgeführt. Der Projektstart ist eines von vielen kulturellen Highlights im Rahmen des Jubiläums zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann im Jahr 2026. Die digitale Plattform soll im Frühjahr 2027 fertiggestellt sein und präsentiert werden.

Rektorin Ada Pellert ist von Seiten des Rektorats für das Projekt zuständig und führt zu den Vorhaben aus: „Die Universität Klagenfurt setzt mit dem Culture.Tech-Projekt einen konkreten, wissenschaftlich fundierten und öffentlichkeitswirksamen Schritt, der das kulturelle Erbe der Kärntner Weltliteratin Ingeborg Bachmann zum Inhalt hat. In unserer Rolle können wir viele weitere Partner aus dem Bildungssektor dazu einladen, das Projekt mitzuentwickeln und daran teilzuhaben. Insofern gelingt es uns damit, in diesem interdisziplinären Sektor eine Vielzahl intelligenter Kooperationen regional und international anzustoßen.“

Operative Funktionen als Culture.Tech-Beauftragte der Universität Klagenfurt im Kernteam übernehmen Ulrike Krieg Holz, Professorin am Institut für Germanistik, und Gerhard Friedrich, Professor am Institut für Artificial Intelligence und Cybersecurity.

Getragen wird das Projekt durch Förderungen durch die Kärnten Privatstiftung und die 100 Jahre Kelag Gemeinnützige Privatstiftung.

Peter Kaiser, Vorsitzender der Kärnten Privatstiftung, betont zum Projektvorhaben: „Mein besonderer Dank gilt den Initiatorinnen und Initiatoren dieses zukunftsweisenden Projekts, die mit großem Engagement und Innovationsgeist das literarische Erbe von Ingeborg Bachmann in die digitale Gegenwart und Zukunft führen. ‚Bachmann (re)visited‘ zeigt eindrucksvoll, wie sich Kultur, Wissenschaft und Technologie verbinden lassen, um neue, internationale Zugänge zu unserem kulturellen Erbe zu schaffen. Gerade für Kärnten als Kulturland mit weltweiter Ausstrahlung ist dieses Projekt von herausragender Bedeutung. Dass dieses Vorhaben in jenem Jahr realisiert wird, in dem Ingeborg Bachmann 100 Jahre alt geworden wäre und zugleich der nach ihr benannte Ingeborg-Bachmann-Preis im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur sein 50-jähriges Jubiläum feiert, ist ein großartiges Zeichen für Kärnten und auch der Wertschätzung gegenüber einer unserer größten Literatin. Nach der Eröffnung des Bachmannhauses als Museum sowie der Bachmann-Bibliothek an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt gelingt mit diesem Projekt ein weiterer Meilenstein. Es wird nicht nur das Andenken an eine der bedeutendsten Autorinnen Österreichs bewahren, sondern auch kommende Generationen begeistern und Kärnten nachhaltig als innovativen Kulturstandort positionieren.

Sigrun Alten, stellvertretende Vorsitzende des Vorstandes der 100 Jahre Kelag Gemeinnützige Privatstiftung, führt zum Projekt aus: „Der offene Zugang zu Bildung, Kunst und Kultur ist eine wichtige Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. ‚Bachmann (re)visited‘ schafft durch digitale Technologien neue Möglichkeiten der Partizipation und lädt Menschen dazu ein, sich aktiv mit Literatur, Geschichte und gesellschaftlichen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Als 100 Jahre Kelag gemeinnützige Privatstiftung unterstützen wir Projekte, die Wissen breit zugänglich machen und den Dialog zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft fördern. Die innovative Präsentation des Nachlasses von Ingeborg Bachmann ist dafür ein herausragendes Beispiel.“

Bachmann
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