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Home»Aktuelles»Ab Januar 2027 sind negative Einspeisetarife für Solarstrom möglich: Profit-Plus schützt PV-Betreiber kostenlos
Aktuelles

Ab Januar 2027 sind negative Einspeisetarife für Solarstrom möglich: Profit-Plus schützt PV-Betreiber kostenlos

Schweizer Fachmedien GmbHBy Schweizer Fachmedien GmbH16. Juni 20264 Mins Read
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Für Betreiber von Photovoltaik-Anlagen beginnt ab 2027 eine neue Marktphase. Mit der vom Bundesrat beschlossenen neuen Vergütungslogik wird nicht mehr nur entscheidend sein, wie viel Solarstrom produziert wird, sondern auch, wann er eingespeist wird. Die Netzbetreiber dürfen ab dem 01.01.2027 negative Strompreise an Solarstromproduzenten weitergeben. Die sun2wheel AG und die convoltas AG erweitern ihr Produkt «Profit-Plus» deshalb um eine automatische und kostenlose Schutzfunktion gegen negative Marktpreise.

Für Betreiber verändert sich durch diesen Bundesratsentscheid die wirtschaftliche Ausgangslage. Neben der produzierten Strommenge gewinnt die aktive Steuerung der Anlage an Bedeutung. «Profit-Plus» erkennt kritische Preissituationen frühzeitig und reduziert die Einspeisung automatisch, bevor unnötige Kosten entstehen. Solarstrom bleibt damit attraktiv, erfordert aber künftig eine stärkere Abstimmung von Produktion, Einspeisung, Speicherung und Verbrauch.

Photovoltaik tritt in eine neue Marktphase ein

Die Schweiz baut die Photovoltaik stark aus. An sonnigen Tagen und bei tiefer Nachfrage entstehen dadurch immer häufiger Situationen, in denen viel Strom gleichzeitig ins Netz fliesst. Deshalb wird die Einspeisevergütung künftig stärker durch den Marktpreis zum Zeitpunkt der Einspeisung beeinflusst.

Was bisher für Betreiber nicht spürbar war, wird damit zu einem relevanten Faktor im Anlagenbetrieb Insbesondere bei grösseren Anlagen über 150 kWp kann der wirtschaftliche Wert von Solarstrom zunehmend davon abhängen, ob er im richtigen Moment eingespeist wird.

Vom passiven Einspeiser zum aktiv gesteuerten Energiesystem

Photovoltaik-Anlagen wurden lange nach einem einfachen Prinzip betrieben: produzieren, einspeisen, vergüten lassen. Dieses Modell verändert sich grundlegend und es bricht eine neue Ära der Solarenergie an. Mit negativen Strompreisen, sinkenden Einspeisevergütungen und neuen Anforderungen an die Netzstabilität wird aktive Steuerung zur zentralen Voraussetzung für einen wirtschaftlichen Betrieb: Eine PV-Anlage muss künftig also nicht einfach möglichst viel Strom produzieren und einspeisen, sondern flexibel auf Marktpreise, Netzsituationen und Verbrauchsmöglichkeiten reagieren können.

Automatischer Schutz vor negativen Marktpreisen

«Eine PV-Anlage braucht künftig mehr als Wechselrichter und Zähler. Sie braucht ein digitales Betriebssystem, das erkennt, wann Einspeisung sinnvoll ist und wann Flexibilität mehr Wert schafft», sagt Sandro Schopfer, CEO und Mitbegründer von sun2wheel. «Genau hier setzen wir mit Profit-Plus an.»

Die neue kostenlose Schutzfunktion von «Profit-Plus» überwacht relevante Marktsignale und erkennt drohende Negativpreisphasen frühzeitig. Wenn erforderlich, wird die Einspeisung der eingebundenen PV-Anlagen automatisch und zeitlich begrenzt reduziert. Sobald sich die Marktsituation normalisiert, kehrt die Anlage selbstständig in den regulären Betrieb zurück. Der Eingriff erfolgt gezielt, automatisiert und ohne manuellen Aufwand für den Betreiber. Marktbeobachtung, Prognose und Steuerung laufen vollständig im Hintergrund. So müssen Anlagenbesitzer keine eigenen Marktanalysen durchführen und nicht selbst auf kurzfristige Preissignale reagieren.

Nach Zusatzerlösen folgt Risikoschutz

Bereits heute bündelt «Profit-Plus» Photovoltaik-Anlagen zu einem virtuellen Kraftwerk und vermarktet deren Flexibilität am Schweizer Regelenergiemarkt. Betreiber können dadurch zusätzliche Einnahmen von rund 10 Franken pro installiertem Kilowatt erzielen. Mit der neuen Schutzfunktion wird dieser Ansatz erweitert: Flexibilität dient nicht mehr nur als Einnahmequelle, sondern auch als Schutz vor neuen Marktrisiken.

«Mit Profit-Plus machen wir aus Flexibilität einen konkreten wirtschaftlichen Mehrwert. Die neue Schutzfunktion ist die konsequente Weiterentwicklung dieses Prinzips: Sie reduziert Risiken und schafft gleichzeitig die Grundlage, um PV-Anlagen noch aktiver im Strommarkt einzusetzen», sagt Fabian Gloor, Vertriebsleiter von convoltas.

Kein zusätzlicher Aufwand für Betreiber

Die Negativpreis-Schutzfunktion ist für bestehende und neue «Profit-Plus»-Kunden automatisch und kostenlos aktiv. Zusätzliche Hardware oder ein separater Konfigurationsaufwand sind nicht zwingend erforderlich. Voraussetzung ist die technische Einbindung der Anlage in das Profit-Plus-System. Für Betreiber entsteht damit ein doppelter Nutzen: Sie können Flexibilität weiterhin vermarkten und erhalten gleichzeitig einen automatischen, kostenlosen Schutz vor ungünstigen Einspeisesituationen.

Flexibilität wird zur Sicherheits- und Ertragskomponente

Die Zusammenarbeit von sun2wheel und convoltas im Produkt «Profit-Plus» zeigt, wie sich Photovoltaik-Anlagen auf die neue Marktlogik vorbereiten lassen. Intelligente Steuerung schützt vor negativen Marktpreisen, ermöglicht zusätzliche Erlöse und unterstützt gleichzeitig die Stabilität des Stromsystems. Damit wird Flexibilität zur neuen Sicherheits- und Ertragskomponente der Schweizer Solarwirtschaft.

Über sun2wheel AG 

Die 2020 gegründete sun2wheel AG entwickelt Energiemanagementsysteme für die intelligente Vernetzung dezentraler Energieressourcen. Die Plattform optimiert Eigenverbrauch und Lastmanagement und ermöglicht gleichzeitig die Vermarktung von Flexibilität in virtuellen Kraftwerken. sun2wheel verbindet PV-Anlagen, Speicher und E-Mobilität zu einem integrierten Energieökosystem.

Über convoltas AG 

Die convoltas AG ist ein Schweizer Energie-Generalunternehmen, das Photovoltaik-Grossanlagen, Batteriespeicher, Elektromobilitätslösungen und ganzheitliche Energiesysteme plant, baut und betreibt. Seit 2019 hat sich convoltas zu einem führenden Anbieter im Bereich erneuerbare Energien entwickelt und bietet eine komplette Wertschöpfungskette von der Projektentwicklung bis zum Monitoring. Der Fokus liegt auf skalierbaren, wirtschaftlich attraktiven und netzdienlichen Energielösungen für Industrie, Gewerbe und Immobilienportfolios.

Was negative Strompreise für PV-Betreiber bedeuten

Negative Strompreise entstehen, wenn im Strommarkt mehr Strom angeboten als nachgefragt wird. Das kann insbesondere an sonnigen Tagen mit hoher Solarstromproduktion und gleichzeitig tiefem Verbrauch der Fall sein. Mit der neuen Vergütungslogik wird der Zeitpunkt der Einspeisung wichtiger: Wer bei tiefen oder negativen Marktpreisen unkoordiniert einspeist, kann wirtschaftliche Nachteile erleiden. Gleichzeitig entstehen Chancen für Anlagen, die flexibel gesteuert werden können.

Intelligente Systeme wie «Profit-Plus» erkennen solche Situationen automatisch. Sie können die Einspeisung zeitlich begrenzt reduzieren, Strom lokal nutzbar machen oder Flexibilität am Regelenergiemarkt vermarkten.

convoltas AG sun2wheel AG
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